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Oft gestellte Fragen

Wer kann einen Bundesfreiwilligendienst absolvieren?

Alle Bürgerinnen und Bürger, die ihre Pflichtschulzeit absolviert haben, können Bundesfreiwilligendienst machen: Junge Menschen nach der Schule, Menschen in mittleren Jahren und Seniorinnen und Senioren. Alter, Geschlecht, Nationalität oder die Art des Schulabschlusses spielen dabei keine Rolle.

Für welchen Zeitraum muss ich mich verpflichten?

Die Regeldauer sind 12 Monate. Man kann den Dienst aber auch auf 6 Monate verkürzen oder auf 18 Monate verlängern, maximal möglich sind 24 Monate Dienstdauer. Menschen, die älter als 27 Jahre sind, können auch in Teilzeit (mehr als 20 Stunden pro Woche) tätig werden.

Wie viele freie Plätze für den Bundesfreiwilligendienst gibt es?

Der Bundesfreiwilligendienst ist ein enormer Erfolg. Aufgrund der starken Nachfrage ist es aber notwendig geworden, die Neubesetzung der noch freien Plätze stärker zu steuern.

Um das große Interesse am Bundesfreiwilligendienst frühzeitig mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln abzugleichen, hat jede Zentralstelle zwischenzeitlich eine bestimmte Platzzahl und eine daraus errechnete Zahl von "Einsatzmonaten" erhalten, über die sie für ihren Bereich verfügen kann. Das heißt: Im laufenden Jahr können nicht mehr alle freien BFD-Plätze sofort besetzt werden. Wer also einen BFD absolvieren möchte, muss eventuell damit rechnen, dass sein Traum- Platz nicht direkt verfügbar ist. Hier empfiehlt sich der direkte Kontakt mit der Einsatzstelle: Wer nicht sofort einen Platz bekommt, sollte sich unbedingt erkundigen, wann er nachrücken kann – denn der flexible Einstieg in den BFD bedeutet auch, dass in den kommenden Monaten immer mehr BFDler ihren Freiwilligendienst abschließen werden und neue Plätze frei werden.

Das verbleibende Kontingent an freien Plätzen wird von den Zentralstellen verwaltet. Diese sind Ansprechpartner für die Einsatzstellen.

Welche Leistungen erhalte ich im Freiwilligendienst?

Freiwillige erhalten:

Freiwilligenausweis

Alle Freiwilligen erhalten einen Freiwilligenausweis. Mit diesem soll es den Freiwilligen erleichtert werden, ihnen gewährte Vergünstigungen wie ermäßigte Fahrkarten oder Ermäßigungen im Museum auch tatsächlich zu erhalten.

Allerdings wird damit kein Anspruch begründet.

Anleitung

  • Eine Fachkraft betreut den Freiwilligen in der Einsatzstelle.
  • Alle Freiwilligen erhalten kostenlose Seminare.

Taschengeld

  • Die Einsatzstellen entscheiden, wie hoch das Taschengeld ausfällt. Die Höchstgrenze liegt bei 372,00 Euro.
  • Berufskleidung, Unterkunft und Verpflegung können gestellt oder die Kosten ersetzt werden.
  • Bei den Sozialversicherungen ist der Bundesfreiwilligendienst einem Ausbildungsverhältnis gleichgestellt.
  • Die Beiträge für Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung zahlt die Einsatzstelle.

Zeugnis

  • Nach Abschluss des BFD erhalten die Freiwilligen ein qualifiziertes Zeugnis.

In welchen Bereichen kann ich den Bundesfreiwilligendienst leisten?

Die Einsatzbereiche sind vielfältig: Soziales (Kinder- und Jugendhilfe, Jugendarbeit, Wohlfahrts-, Gesundheits- und Altenpflege, Behindertenhilfe), Umwelt- und Naturschutz, Sport, Integration, Kultur- und Denkmalpflege, Bildung, Zivil- und Katastrophenschutz.

zu den Einsatzfeldern

Was muss ich tun, um BFDlerin oder BFDler zu werden?

Zunächst müssen Sie eine Einsatzstelle finden, beispielsweise über die Einsatzstellensuche, über die zuständige Beraterin bzw. den zuständigen Berater oder auch über eine der Zentralstellen. Selbstverständlich können Sie auch eine Einrichtung, die Sie interessiert, direkt ansprechen. Wenn diese Einrichtung noch nicht als Einsatzstelle im BFD anerkannt ist, kann sie sich kurzfristig dafür anerkennen lassen.

(Nähere Informationen dazu bei der Informationshotline des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, BAFzA: 0221 3673-0)

Melden Sie sich in der Einsatzstelle, bewerben Sie sich und vereinbaren Sie einen Termin für ein Kennenlerngespräch.

Was bringt mir der Bundesfreiwilligendienst?

Schule/Uni

  • Sie sind mit der Schule fertig und haben keine Lust, direkt die Uni- oder Ausbildungsbank zu drücken.
  • Sie möchten die Zeit bis zum Studienbeginn sinnvoll nutzen.

Berufliche (Neu-) Orientierung

  • Sie wissen noch nicht genau, in welche Richtung es beruflich gehen soll und möchten mögliche Arbeitsgebiete kennen lernen.
  • Sie sind berufstätig, aber möchten sich umorientieren und etwas ganz Neues ausprobieren.  
  • Sie sind eine Weile aus dem Joballtag ausgestiegen, z. B. wegen einer Kinderpause, und möchten im Rahmen eines freiwilligen Engagements wieder einsteigen.
  • Sie möchten ohne Druck Arbeitserfahrung und Referenzen sammeln.
  • Ihr Berufsfeld ist stark wirtschaftlich geprägt und Sie möchten im Rahmen einer Auszeit soziales, kulturelles oder ökologisches Handeln kennenlernen und etwas für andere Menschen tun.

Weitere Gründe

  • Sie möchten ganz praktisch Gutes tun und sich sozial, ökologisch oder kulturell engagieren.
  • Für Sie ist Schluss mit Theorie, Sie wollen praktische, nützliche und hilfreiche Arbeit leisten.
  • Sie haben Lust, neue Leute kennenzulernen und mit verschiedenen Generationen zusammen zu arbeiten.
  • Sie möchten Ihre eigenen Grenzen und Möglichkeiten erfahren und sich persönlich herausfordern.

An wen kann ich mich mit Fragen wenden?

Informationshotline des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA):

Telefon: 0221 3673-0
E-Mail: info[at]bundesfreiwilligendienst.de

Außerdem hat das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) Beraterinnen und Berater als Außendienstmitarbeiter in ganz Deutschland vor Ort.

Die Zuständigkeitsbereiche und Kontaktdaten der Beraterinnen und Berater finden Sie hier:

zur Übersicht der Beraterinnen und Berater