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Fachtagung zum Umgang mit der NS-Vergangenheit in der politischen Bildung am 30.10.2019 in Wetzlar

Die Frage nach der Aktualität von „Aufarbeitung“ der NS-Vergangenheit durch politische Bildung bleibt spannend. Die Anzahl der Publikationen zu Nationalsozialismus und Holocaust steigt weiterhin an, dennoch werden Forderungen nach einem „Schlussstrich“ – auch bei jungen Erwachsenen – lauter. Doch wie alltagstauglich sind die Methoden und Materialien zur sogenannten Aufarbeitung noch? Bedarf es einer Neuausrichtung der Erinnerungsarbeit? Welche speziellen Aspekte der deutschen Vergangenheit sollten mehr in den Vordergrund gerückt werden und in welcher Perspektive soll die Geschichte beleuchtet werden? Welche neuen Gestaltungsmöglichkeiten gibt es?

Im Rahmen der Veranstaltung „Nach der Aufarbeitung? – Fachtagung zum Umgang mit der NS-Vergangenheit in der politischen Bildung“ am 30. Oktober 2019 im Bildungszentrum in Wetzlar werden die Wandlungen der deutschen Erinnerungskultur unter die Lupe genommen. Die gegenwärtige Debatte wird skizziert und es werden Überlegungen zu einer Neuausrichtung der Erinnerungsarbeit unter den gegenwärtigen Voraussetzungen angestellt.

Nach einem Einführungsvortrag sind vor allem die Besucherinnen und Besucher gefragt: In Workshops können sich die Teilnehmenden zu vielseitigen Themen austauschen und konkrete Schlussfolgerungen für die eigene Arbeit ziehen. Folgende Themen werden dabei bearbeitet:

  • Geschlechtersensible Erinnerungs- und Gedenkstättenarbeit,
  • Möglichkeiten und Grenzen der Erinnerungsarbeit im Zeitalter der Digitalisierung,
  • Möglichkeiten der fächerübergreifenden Projektarbeit zur Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit an Schulen,
  • Möglichkeiten der Thematisierung der NS-Vergangenheit in stark in der Lebenswelt von Jugendlichen verankerten Medien wie Comics, Filme und Videospiele.

Den Abschluss der Veranstaltung bildet eine Podiumsdiskussion zur Frage der Ausrichtung der Erinnerungsarbeit in der Migrationsgesellschaft.

Teilnehmen können interessierte Lehrerinnen und Lehrer, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Dozentinnen und Dozenten der Jugend- und Erwachsenenbildung, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, ehrenamtlich in Vereinen und Initiativen Tätige, Studierende und alle weiteren Interessierten.

Anmeldungen sind ab sofort unter möglich.