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Wer hat Recht und wer Unrecht?

In zahlreichen Fernsehsendungen werden Gerichtsverhandlungen mit außergewöhnlichen Fällen und hohem Unterhaltungswert gezeigt – dabei ist die Realität nicht weniger interessant, auch wenn es in ihr ruhiger und geordneter zugeht. Diese Erfahrung konnten Teilnehmende eines Seminars am Bildungszentrum in Spiegelau machen. Sie besuchten im Rahmen des Themas „Rechtsordnung und Rechtsprechung“ das Amtsgericht in Passau, um als Zuschauerinnen und Zuschauer an zwei Hauptverhandlungen im Bereich Strafrecht teilzunehmen. Dabei reichte die Palette der Straftaten von Diebstahl, Betrug und Verkehrsdelikten bis hin zum Besitz von Betäubungsmitteln. Dementsprechend groß war auch die Aufregung der Seminarteilnehmenden, denn nicht nur die Fälle versprachen interessant zu werden, sondern für die meisten war es das allererste Mal, dass sie ein Gerichtsgebäude betraten.

Im Vordergrund des Besuchs stand dabei nicht die Frage: Wer hat Recht und wer Unrecht? Vielmehr ging es darum, sich ein realistisches Bild eines geregelten Verfahrens machen zu können und die Theorie vom Vortag mit der Praxis zu verbinden. Dazu trug auch der vorsitzende Richter bei: Während der Verhandlungen wandte er sich immer wieder an die Seminarteilnehmenden, um Begriffe oder rechtliche Hintergründe zu erklären. Dank seines unerwarteten aber sehr willkommenen Engagements und natürlich dank der intensiven Vor- und Nachbereitung im Seminar sind Abläufe und Hintergründe von Gerichtsverhandlungen für die Seminarteilnehmenden kein Buch mit sieben Siegeln mehr.