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Lea Wilkening, 20 Jahre
Bildungszentrum Bad Oeynhausen

Bundesfreiwilligendienst am Bildungszentrum Bad Oeynhausen

Porträt von Lea Wilkening

Jeder Bufdi besucht in seiner Dienstzeit mindestens einmal ein Bildungszentrum, in der Regel für fünf Tage. Nicht selten heißt das: fremde Umgebung, fremde Stadt, fremde Leute. Nach den Seminaren stellt sich für die Teilnehmer oft die Frage: Was machen wir jetzt? Und dann kommen sie ins Spiel: die Freizeit-BFDler der Bildungszentren. Sie sorgen für ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm und kümmern sich um die Gemeinschaft. Lea Wilkening vom BiZ Bad Oeynhausen ist eine davon.

Warum hast Du Dich für einen BFD im Bildungszentrum entschieden?
Seit ich 13 bin arbeite ich ehrenamtlich im Sportverein und war davon immer schon total begeistert. Dort habe ich mit Kindergartengruppen und Grundschülern gearbeitet, habe in der Zeit auch meinen Übungshelfer-Schein gemacht. Ich liebe dieses Arbeiten mit verschiedensten Menschen und wollte das auch immer beruflich machen. Zunächst wollte ich deshalb Lehramt studieren, aber nie so richtig aus der Schule rauszukommen, das war für mich eine schreckliche Aussicht [lacht].

Ich habe mir dann viele Stellen angeschaut und auch bei einigen hospitiert. Das Spannende an der Tätigkeit im Bildungszentrum war für mich, dass wir dort auch mit Erwachsenen arbeiten. Das war etwas Neues für mich, aber ich wollte diese Herausforderung. Und als ich dann im Bildungszentrum Bad Oeynhausen hospitiert habe, fand ich es so beeindruckend, wie die Kollegen miteinander umgegangen sind. Das war direkt so ein Arbeitsumfeld, in dem ich auch unbedingt arbeiten wollte. Ich kann mir jetzt auch keinen besseren Platz mehr vorstellen, das war Liebe auf den ersten Blick.

Gibt es einen klassischen Tagesablauf für Dich?
Ich beginne meistens erst am Mittag, bin dann aber auch bis in den Abend hinein vor Ort. Zuerst beschäftige ich mit meinen Freizeitplänen, mit den Aktivitäten, plane zum Beispiel eine Fahrradtour. Das ist aber auch von Woche zu Woche und von Seminartyp zu Seminartyp unterschiedlich.

Welche Aktivitäten sind denn am beliebtesten bei den BFDlern?
Sportliche Aktivitäten und verschiedene Gesellschaftsspiele sind sehr beliebt. Wir haben aber auch Instrumente bei uns. Wenn dann jemand anfängt, Klavier zu spielen, finden sich immer Leute, die sich einfach dazu setzen und die Gitarre nehmen, weil sie das Lied auch können. So entsteht oft eine kleine Jamsession.

Was hat Dich in der Zeit am meisten überrascht?
Ich hätte nie gedacht, dass sich gute Freundschaften so schnell entwickeln. Viele Teilnehmer sind nur einmal für fünf Tage bei uns, aber mit einigen habe ich immer noch Kontakt, auch wenn sie schon vor vier Monaten bei uns waren. Den BFD machen einfach Leute, die Lust haben, sich zu engagieren. Das merkt man. Daraus entsteht eine besondere Gemeinschaft. Das finde ich richtig gut. Ich finde es auch toll, sich für so viele Menschen engagieren zu können und sich selber weiterzuentwickeln dabei. Ich nehme auf jeden Fall auch ganz viel von den Teilnehmern für meine eigene Persönlichkeit mit. Jeder Mensch ist anders und man lernt viele verschiedene Sachen. Teilnehmer, die nach einem Master-Studium den BFD machen, haben eine ganz andere Sicht auf das Leben, wie zum Beispiel Rentner im BFD, die wir hier auch haben.

Wie hat sich der Plan für deinen weiteren Lebensweg während des BFD entwickelt?
Ich wollte ja vorher Lehrerin werden, war mir damit aber nicht ganz sicher. Jetzt möchte ich gerne Sozialwissenschaften studieren. Das Fach hat mir auch selbst in der Schule immer schon gefallen. Ich habe mich darüber auch oft mit den Dozenten und der Leitung des Bildungszentrums unterhalten. Das war eine große Hilfe für mich.

Weitere Infos zur Einsatzstelle finden Sie hier.