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Patrick Schliesio, 20 Jahre
Aidshilfe Braunschweig

Mit dem Bundesfreiwilligendienst an Reife gewinnen

Auf diesem Bild ist der Bundesfreiwillige Patrick Schliesio an seinem Arbeitsplatz zu sehen. Im Hintergrund sieht man auch die Solidaritätsteddys.

Es ist Halbzeit für den Einsatz von Patrick Schliesio. Der junge Mann hat seinen Bundesfreiwilligendienst bei der Braunschweiger AIDS-Hilfe zum 1. Juli 2011 angefangen und ist mit der Wahl der Einsatzstelle sehr zufrieden. Sein bisheriges Highlight war die Begleitung des Sommerlochfestivals im Rahmen des Christopher Street Days in Braunschweig. Zwar war er nicht an der Organisation beteiligt, da die Veranstaltung kurz nach seinem Einsatzbeginn stattfand, doch es hat ihm Spaß gemacht, auf die Leute zuzugehen und sie über die Arbeit der AIDS-Hilfe zu informieren. Das Leistungsspektrum des Vereins ist breit gefächert: Neben der Prävention durch Informations- und Aufklärungsarbeit wird der Austausch zwischen Betroffenen und Angehörigen in Form von Selbsthilfegruppen und dem wöchentlichen Regenbogenfrühstück gefördert und Beratung und Betreuung angeboten. Die Angebote der AIDS-Hilfe richten sich an Jugendliche und junge Erwachsene, schwule und bisexuelle Männer, Frauen, Drogengebrauchende, Strafgefangene und Migrantinnen und Migranten.

Patrick Schliesio’s Platz ist am Empfang der AIDS-Hilfe. Von hier aus unterstützt er die Organisation und Verwaltung. Zum Welt-AIDS-Tag hat er dabei geholfen, die Schulen in der Umgebung mit Infomaterialien zu versorgen, damit diese Spenden sammeln konnten. Er unterstützte dabei auch die Solidaritätsteddys, die ursprünglich aus der Schweiz kommen und zum Welt-AIDS-Tag verkauft werden, an Apotheken und andere Verkaufsstellen zu verteilen. „Teilweise bin ich aber auch die Nanny für alles“, erklärt der Freiwillige. Dann räumt er auf, erledigt kleinere Hausmeistertätigkeiten oder holt Kuchen für das Regenbogenfrühstück in der nahe gelegenen Bäckerei. Der 20-jährige unterstützt aber auch die hauptamtlichen Mitarbeiter bei der Begleitung von Menschen mit HIV oder AIDS bei Arztbesuchen oder Behördengängen.

„Ich bin ein sehr offener Mensch ohne Berührungsängste“, beschreibt der junge Freiwillige sich selbst. Dennoch ist ihm bewusst, dass er bei der AIDS-Hilfe mit einer besonderen Klientel zusammen kommt. „Für mich ist es eine besondere Erfahrung. Ich bin sehr behütet aufgewachsen und hatte vorher keinen Kontakt zu Menschen mit HIV oder AIDS und wurde auch nicht mit dem Thema Tod konfrontiert.“ Patrick Schliesio verbucht seinen Einsatz schon jetzt als Erfolg: Er habe in den wenigen Monaten mehr an Reife gewonnen und mehr Erfahrungen gesammelt, als in seiner Schulzeit. Auch in Bewerbungsgesprächen für einen Ausbildungsplatz bemerkte er, wie sehr er durch sein Engagement im Bundesfreiwilligendienst gewachsen ist. Bevor er seinen 13-monatigen Einsatz beendet und eine Ausbildung im Versicherungs- und Finanzbereich beginnt, wird er aktiv an der Organisation des Sommerlochfestivals beteiligt sein und freut sich über diese Gelegenheit, seinen Bundesfreiwilligendienst mit der Veranstaltung abzuschließen, mit der er ihn begonnen hat.

Die Einsatzstelle:
Die Braunschweiger AIDS-Hilfe arbeitet gegen das Tabu um die Krankheit AIDS. Die Mitarbeiter unterstützen Menschen mit HIV und AIDS und ihre Angehörigen dabei, in der Öffentlichkeit für ihre Rechte einzutreten und leisten Hilfe zur Selbsthilfe.

Webseite der Einsatzstelle: www.braunschweig.aidshilfe.de