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Frederik Sander, 20 Jahre
Behindertenverband Leipzig e. V.

Perspektivwechsel für mehr Verständnis

Frederik Sander steigt aus einem weißen Transporter aus
Bildquelle: Behindertenverband Leipzig e.V.

„Ich finde es spannend und wichtig, mich mit Menschen mit körperlicher Behinderung auseinanderzusetzen und auch mal deren Perspektive einzunehmen. Nur so versteht man, welchen Barrieren und Problemen zum Beispiel Rollstuhlfahrer tagtäglich begegnen.“ Frederik Sander ist 20 Jahre alt und absolviert seinen Bundesfreiwilligendienst seit Anfang September 2011 beim Behindertenverband Leipzig e. V. Dort unterstützt er den Fahrdienst bei Schultouren von behinderten Kindern. Darüber hinaus begleitet er körperlich Behinderte jeglichen Alters bei Individualfahrten wie zum Beispiel zum Einkaufen oder zu regelmäßig stattfindenden Freizeitaktivitäten.

„Wir wollen Menschen mit Behinderung ermöglichen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Mit dem Service der Individualfahrten bleiben sie mobil und können verschiedene Beschäftigungsangebote wahrnehmen.“ So verbrachte Frederik Sander zum Beispiel mit einer Gruppe Rollstuhlfahrern und Kolleginnen und Kollegen einen Tag im Leipziger Zoo. Für seine unterstützenden Hilfestellungen erhält der Freiwillige viel Dankbarkeit. „Ich war erstaunt, wie freudig unsere Unterstützung von den Menschen aufgenommen wird.“

Sich sozial zu engagieren findet der 20-Jährige sehr wichtig. Nach seinem Abitur wollte er deshalb die Möglichkeit nutzen, selbst sozial aktiv zu werden. Da er gerne Auto fährt und bereits in seinem Schulpraktikum Erfahrungen mit Menschen mit Behinderungen gesammelt hat, kam ihm der Bundesfreiwilligendienst im Fahrdienst des Behindertenverbandes gerade recht. Außerdem nutzt er die Zeit dort, um sich darüber klar zu werden, was er studieren möchte. Für seine Unterstützung erhält der Freiwillige neben einem Taschengeld zusätzlich Geld für Verpflegung und Kleidung – Geld, das Frederik Sander gut gebrauchen kann. „Nach meinem Bundesfreiwilligendienst möchte ich gerne mit einem Freund nach Australien. Das Taschengeld, das ich von meiner Einsatzstelle bekomme, spare ich für diesen Auslandsaufenthalt.“

Die Einsatzstelle:
Der Behindertenverband Leipzig e.V. arbeitet unter dem Motto „Einander verstehen - miteinander leben“ und setzt sich im Raum Leipzig für die Interessen von Menschen mit Behinderung ein. Zahlreiche Projekte sensibilisieren für die Belange behinderter Menschen und erleichtern deren Leben.

Webseite der Einsatzstelle: www.le-online.de