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Fridolin Sack, 20 Jahre
Verein für sozialpädagogisches Segeln e. V., Radolfzell

Skipper beim sozialpädagogischen Segeln

Das Foto zeigt den Bundesfreiwillige Fridolin Sack auf einem Segelboot.
Bildquelle: Thomas Szczepanek

Klar zur Wende? Klar zum Halsen? – Das sind nur zwei der Segelkommandos, die Fridolin Sack bei seinem täglichen Einsatz für den Verein für sozialpädagogisches Segeln e.V. braucht. Der 19-Jährige betreut als BFDler Segelangebote für Schulklassen oder Gruppen aus sozialen Einrichtungen. Schon als Kind hat er Segeln gelernt und kennt sich deshalb auf dem Boot gut aus. Seit August 2011 begleitet Fridolin Sack nun verschiedene Gruppen bei den Segelfreizeiten. Neben dem Wassersport steht auch das gemeinsame Übernachten und Kochen im Camp auf dem Programm. Wenn er nicht mit einer Gruppe auf dem Wasser ist, spielt er mit seinen Schützlingen Fußball oder hilft in der Küche des Zeltdorfs.

Verantwortung auf dem Boot

Fridolin Sack betreut die Gruppen gemeinsam mit anderen Skippern. Auf den Schiffen erklären sie der Gruppe die verschiedenen Kommandos und die Abläufe beim Segeln. Das birgt auch Verantwortung: „Man muss seine Augen überall haben und sich ständig fragen: Was macht das Wetter? Wie verhält sich das Boot? Was machen die anderen Schiffe?“ Ziel der Segelfreizeit ist es, den Gruppen nach einigen Tagen das Kommando auf dem Boot allmählich zu übergeben. Ab diesem Zeitpunkt sind die Skipper fast nur noch Beobachter und springen nur dann ein, wenn Hilfe gebraucht wird. „Das klappt gut“, stellt Fridolin Sack fest. „Es hilft den meisten, dass es klare Strukturen und Abläufe beim Segeln gibt.“

Soziales Engagement nach dem Abitur

Soziales Engagement gehört in seiner Familie dazu. „Ich bin sozusagen schon vorbelastet“, erklärt der 19-Jährige lachend. Seine Eltern sind beide im sonderpädagogischen Bereich tätig und sein Bruder hat nach dem Abi ein FSJ gemacht. Deshalb war für Fridolin Sack klar, dass er nach dem Abitur zuerst Zivildienst macht. Als dieser dann ausgesetzt wurde, entschied er sich kurzerhand dafür, den Bundesfreiwilligendienst zu machen und bereut es nicht. „Das gemeinsame Segeln mit den Gruppen auf dem Wasser macht mir großen Spaß“, lautet das Fazit nach den ersten vier Wochen.

Die Einsatzstelle:
Der Verein für sozialpädagogisches Segeln e.V. besteht seit 1980 und war eine der ersten erlebnispädagogisch arbeitenden Institutionen in Deutschland. Seitdem werden Segelfreizeiten am Bodensee durchgeführt. Zur Zielgruppe gehören Schulklassen sowie behinderte und sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Webseite der Einsatzstelle: www.vss-ev.de