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Info-Dienst Freiwilligendienste Nr. 13 / 11.01.2012

INHALT

Begrüssung

1. Kindergeld
2. Familienmitversicherung
3. Freibeträge für "aufstockende" BFDler
4. Ausweis
5. Anhebung der Höchstgrenze für das Taschengeld
Impressum

 

BEGRÜSSUNG

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor einem Jahr, Anfang Januar 2011, habe ich begonnen, Sie auf diesem Weg insbesondere über den Aufbau des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) zu informieren.

Bewusst habe ich Ende Juni den einstweilen letzten Newsletter versandt, um den Start des BFD vor Ort zunächst zu beobachten. Selbstverständlich haben wir auch in der Zwischenzeit alle konkreten An- und Nachfragen individuell beantwortet und zu einer Reihe von Aspekten über die Zentralstellen mit den Einsatzstellen kommuniziert. Heute können wir feststellen, dass der BFD ein alle Erwartungen übertreffender Erfolg geworden ist, und dafür möchte ich Ihnen allen, die Sie dies in vielen, vielen einzelnen Schritten, mit großem Engagement und vor allem unter enormem Zeitdruck erreicht haben, ganz ausdrücklich danken. Mehr als 27.000 BFD-Freiwillige, vor allem aber mehr als 70.000 Freiwillige insgesamt in den verschiedenen Formaten - das hätte vor einem Jahr niemand für möglich gehalten!

Nachdem nun der BFD gut angelaufen ist und auch sein Ziel, die Jugendfreiwilligendienste zu stärken, erreicht hat, möchte ich den Newsletter wieder aufleben lassen. Inzwischen scheint mir besser einschätzbar, welche Fragen auf Einzelfälle zurückgehen und welche Themen von größerem Interesse sind. Bitte zögern Sie nicht, mir Hinweise, Fragen und Problemanzeigen zu schicken, die Gegenstand der nächsten Ausgaben des Newsletters sein sollten.

Zu den Veränderungen des letzten Jahres gehört auch, dass meine Amtszeit als Bundesbeauftragter für den Zivildienst am 31. Dezember 2011 endete. Seitdem bin ich Leiter des Arbeitsstabes Freiwilligendienste im Bundesfamilienministerium.

Deswegen haben wir den Titel des Newsletters auch anpassen müssen: Statt "BfZ informiert" lesen Sie jetzt im Betreff "Info-Dienst Freiwilligendienste".

Mit allen guten Wünschen für ein gesegnetes Jahr 2012 und mit freundlichen Grüßen Jens Kreuter

 

1. KINDERGELD

Durch das inzwischen inkraftgetretene Gesetz zur Umsetzung der Beitreibungsrichtlinie sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften (BeitrRLUmsG vom 7. Dezember 2011, BGBl.. vom 13.12.2011) ist nun auch in aller Form und rückwirkend klar, dass für alle Freiwilligen im BFD und im Internationalen Jugendfreiwilligendienst - ebenso wie schon bisher im Freiwilligen Sozialen Jahr und im Freiwilligen Ökologischen Jahr - ein Kindergeldanspruch besteht, soweit die übrigen Voraussetzungen (Altersgrenze etc.) erfüllt sind. Die Familienkassen werden dies nun so schnell wie möglich umsetzen und das Kindergeld auszahlen.

 2. FAMILIENMITVERSICHERUNG

Mit dem Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Versorgungsstrukturgesetz vom 22. Dezember 2011, BGBl. vom 28.12.2011) wurde erreicht, dass alle Freiwilligen, deren Schul- oder Berufsausbildung durch den Bundesfreiwilligendienst oder einen Jugendfreiwilligendienst unterbrochen oder verzögert wird, für einen der Dauer des Dienstes entsprechenden Zeitraum über das fünfundzwanzigste Lebensjahr hinaus kostenfrei über ihre Familie gesetzlich krankenversichert sind; dies gilt ab dem 1. Juli 2011.

 3. FREIBETRÄGE FÜR "AUFSTOCKENDE" BFDler

Bei Personen, die an einem Bundesfreiwilligendienst oder einem Jugendfreiwilligendienst teilnehmen und ergänzend Arbeitslosengeld II beziehen, bleibt künftig von ihrem Taschengeld ein pauschalierter Betrag in Höhe von 175 Euro monatlich anrechnungsfrei, ohne dass sie dafür Ausgaben (für Versicherungen und Werbungskosten) nachweisen müssen. Bislang war nur ein Betrag von 60 Euro vom Taschengeld anrechnungsfrei; darüber hinaus konnten aber auf Nachweis Werbungskosten und Versicherungsbeiträge abgesetzt werden. Es  ist sichergestellt, dass durch die neue Regelung kein Freiwilliger schlechter gestellt wird als nach der bisherigen Regelung.

4. AUSWEIS

Das Angebot des geplanten bundeseinheitlichen Freiwilligendienstausweises verzögert sich leider weiter, da die Produktion dieses Ausweises förmlich ausgeschrieben werden musste. Selbstverständlich können sich die Freiwilligen schon jetzt durch Vorlage ihres Vertrages oder - wie in den Jugendfreiwilligendiensten - durch Dokumente der Einsatzstellen oder Träger ausweisen. Ich bitte alle Einsatzstellen, ihren Freiwilligen eine kurze, formlose Bescheinigung über ihren Freiwilligendienst auszustellen, damit diese die inzwischen erfreulich vielfältigen Ermäßigungen problemlos in Anspruch nehmen können.

5. ANHEBUNG DER HÖCHSTGRENZE FÜR DAS TASCHENGELD

Die Höchstgrenze für das Taschengeld (sechs Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung) erhöht sich ab dem 1. Januar 2012 auf 336 Euro monatlich. Um den Verwaltungsaufwand zu begrenzen sollte dieser Betrag nur bei Neuverträgen mit Einsatzbeginn nach dem 31. Dez. 2011 zur Anwendung kommen.

IMPRESSUM

Der Newsletter wird herausgegeben vom Leiter des Arbeitsstabes Freiwilligendienste im Bundesfamilienministerium

E-Mail
Rochusstraße 8 - 10
53123 Bonn
Telefon: 0228 930-2723
Fax: 0228 930-4905

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