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Info-Dienst Freiwilligendienste Nr. 14 / 19.01.2012

INHALT

Begrüssung
1. Familienmitversicherung
2. Freibeträge für "aufstockende" BFDler
3. "Lohnfortzahlung" im BFD
4. "Sonderurlaub"
5. "Kontingentierung"
6. Wahl der Zentralstelle
Impressum

 

BEGRÜSSUNG

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Rückmeldungen zum letzten Newsletter. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir uns über die vielen positiven Mails einfach nur gefreut haben und Ihnen auf diese nicht noch einmal ausdrücklich geantwortet haben. Die konkret gestellten Fragen werden entweder direkt beantwortet oder in diesem Newsletter aufgegriffen.

Von besonderer Bedeutung ist, dass der enorme, alle Erwartungen übersteigende Erfolg des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) in der nächsten Zeit zu Steuerungsnotwendigkeiten führt. Erste Informationen zum Stichwort "Kontingentierung" erhalten Sie in diesem Newsletter. Zu diesem Thema bitte ich Sie, noch weitere Informationen abzuwarten. Zu allen anderen Themen und Fragen stehen wir Ihnen wie gewohnt gerne zur Verfügung und sind für Ihre Rückmeldung dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Jens Kreuter

 

1. FAMILIENMITVERSICHERUNG

Zum letzten Newsletter (Punkt 2) hat es eine Reihe von Nachfragen gegeben. Daher stelle ich noch einmal klar: WÄHREND des BFD müssen die Freiwilligen grundsätzlich gesetzlich versichert sein. NACH dem BFD können sie unter bestimmten Bedingungen (Studium ...) wieder in die Familienversicherung zurückfallen. Diese beitragsfreie Familienmitversicherung endet dann ggf. nicht am 25., sondern - im Falle eines zwölfmonatigen BFD - erst am 26. Geburtstag.

2. FREIBETRÄGE FÜR "AUFSTOCKENDE" BFDler

Auch zur Neuregelung für Freiwillige im BFD, die zusätzlich Arbeitslosengeld II erhalten, hat es Nachfragen gegeben. Diese betrafen vor allem die Situation von BFDlern, die einen Teilzeit-Freiwilligendienst leisten. Daher auch hier die Klarstellung: Nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wird der neue Taschengeldfreibetrag i. H. v. 175 Euro unabhängig vom zeitlichen Umfang des Freiwilligendienstes gewährt.

3. "LOHNFORTZAHLUNG" IM BFD

Freiwillige, die während des Freiwilligendienstes erkranken, erhalten auch weiterhin Taschengeld. Die Vereinbarung über die Ableistung des Bundesfreiwilligendienstes verpflichtet die Einsatzstelle (Ziffer 3.2.5) zur Zahlung des Taschengeldes und der Sachbezüge für die Dauer von sechs Wochen. Im Anschluss daran übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Zahlung von Krankengeld (§ 44 SGB V).

4. "SONDERURLAUB"

Aus der Praxis wird gelegentlich die Frage gestellt, wie zu verfahren ist, wenn ein Freiwilliger oder eine Freiwillige für einen Tag ihren Dienst nicht ausüben kann, weil er oder sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen ist oder ähnliches, konkret: ob in solchen Fällen Sonderurlaub zu gewähren ist oder der Tag als Erholungsurlaub zählt. Ich empfehle, solche Situationen wenn möglich einvernehmlich vor Ort zu regeln, selbstverständlich dürfen Sie Sonderurlaub gewähren.

In der Praxis hat es sich nach meinem Eindruck bewährt, bei einer einmaligen Anfrage diesen einen Tag auch freizugeben - das fördert ja auch die Motivation der Freiwilligen. Wenn es zu einer Konstellation kommt, dass ein Freiwilliger sich breit bewirbt und jede Woche einen Tag für Vorstellungsgespräche braucht (was sehr selten ist), dann ist es sicher verständlich, wenn eine Einsatzstelle das nicht mehr "auf Kulanz" macht.

5. "KONTINGENTIERUNG"

Das Bundesfreiwilligendienstgesetz (BFDG) verpflichtet uns, den Zentralstellen jedes Jahr Ende Januar mitzuteilen, wie viele Plätze jede Zentralstellen im kommenden Freiwilligenjahr besetzen kann. Zur Vorbereitung dieser Mitteilung haben die Zentralstellen mitgeteilt, mit wie viel Freiwilligen sie rechnen. Da diese Zahl - höchst erfreulicherweise! - weit über 35.000 liegt, ist damit zu rechnen, dass die zu verteilenden Kontingente nicht für alle Wünsche aller Zentralstellen ausreichen werden. Bitte richten Sie sich daher in Ihren Planungen darauf ein, sich künftig vor Zusage eines Vertrages bei Ihrer Zentralstelle vergewissen zu müssen, dass tatsächlich ein freier BFD-Platz zur Verfügung steht.

Nähere Informationen dazu werden Sie in den nächsten Wochen von der Zentralstelle erhalten, der Sie sich angeschlossen haben.

Von der bisher sehr weit verbreiteten Praxis rückwirkender Vertragsabschlüsse bitte ich daher ab sofort Abstand zu nehmen, da nicht immer und in jedem Fall gewährleistet ist, dass ein Freiwilliger, der dann womöglich schon seinen Einsatz begonnen hat, tatsächlich einen Vertrag erhalten kann.

Ich bitte darum, zu diesem Thema im Moment noch von Nachfragen abzusehen, da die notwendigen Entscheidungen erst in den nächsten Wochen fallen werden. Verstehen Sie diese Information hier bitte als "Vorwarnung".

6. WAHL DER ZENTRALSTELLE

Auf wiederholtes Drängen insbesondere der Wohlfahrtsverbände, aber auch anderer Zentralstellen und mit Blick auf die Kontingentierung ist es dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) ab sofort nicht mehr möglich, eine Zuordnung verbandlich organisierter Einsatzstellen zur Zentralstelle BAFzA zu akzeptieren.

IMPRESSUM

Der Newsletter wird herausgegeben vom Leiter des Arbeitsstabes Freiwilligendienste im Bundesfamilienministerium

E-Mail: jens.kreuter[at]bmfsfj.de
Rochusstraße 8 - 10
53123 Bonn
Telefon: 0228 930-2723
Fax: 0228 930-4905

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