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Info-Dienst Freiwilligendienste Nr. 17 / 02.05.2012

INHALT

Begrüssung
1. Abkürzungen
2. Förderrichtlinien Jugendfreiwilligendienste 3. Zuschuss für die pädagogische Begleitung im BFD 4. Altersteilzeit Impressum

 

BEGRÜSSUNG

 Sehr geehrte Damen und Herren,

vor einem Jahr, am 3. Mai 2011, ist das Bundesfreiwilligendienstgesetz in Kraft getreten. In diesem Jahr haben Sie eine ungeheuer rasante und mit manchen Überraschungen verbundene, im Ergebnis aber überaus erfolgreiche Entwicklung gestaltet. Dafür möchte ich Ihnen ausdrücklich danken. Die mehr als 85.000 Menschen, die zur Zeit einen Freiwilligendienst leisten, sind nicht nur ein Beweis für die beeindruckende Engagementbereitschaft in Deutschland, sondern sie sind auch die Folge des enormen Einsatzes von Einsatzstellen, Trägern und Verbänden. Mein großer Dank dafür schließt ausdrücklich die Kolleginnen und Kollegen im Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, die Mitarbeitenden in den Seminarhäusern des Bundes und der Verbände, die Regionalbetreuerinnen und Regionalbetreuer und die vielen Menschen ein, die vor und hinter den Kulissen zu diesem großen gesellschaftlichen Erfolg beigetragen haben.

Angesichts der Dimension der Gesamtaufgabe kann es nicht überraschen, dass es nach wie vor administrative und strukturelle Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Mir ist bewusst, dass jede weitere Veränderung an der Basis neue Anpassungsschritte erforderlich macht. Wie immer bitte ich Sie darum, uns Ihre Fragen und Anregungen mitzuteilen.

Mit freundlichen Grüßen
Jens Kreuter

1. ABKÜRZUNGEN

Mich erreichen verstärkt Beschwerden, insbesondere aus dem Kreis der Freiwilligen, über die als unschön empfundene Abkürzung "Bufdi". Wir haben uns bewusst dafür entschieden, nicht den Versuch zu unternehmen, durch staatliche Aktivitäten die Umgangssprache beeinflussen zu wollen. Deswegen gebe ich diese Bitte ohne weiteren Kommentar weiter. Ich selber benutze konsequent die Abkürzung "BFDler", auch in unseren Veröffentlichungen werden Sie nur diese Abkürzung finden.

2. FÖRDERRICHTLINIEN JUGENDFREIWILLIGENDIENSTE

Am 1. April sind die neuen Förderrichtlinien Jugendfreiwilligendienste in Kraft getreten. Erstmals anwendbar sind diese Regelungen im Antragsverfahren für den Freiwilligenjahrgang 2012/13.

Das neue Förderverfahren ist vom Bundesfamilienministerium in zwei Arbeitsgruppen mit Ländern und Verbänden unter Beteiligung des Bundesfinanzministeriums im Konsens entwickelt worden.
Zwei Änderungen sind in diesem Zusammenhang besonders wichtig: Zum einen werden zukünftig immer alle Freiwilligen eines Trägers in die Förderung einbezogen. Zum anderen wird anhand der bereits aus dem laufenden Förderjahrgang grundsätzlich bekannten Finanzierungspläne ein trägerbezogener Festbetrag von bis zu 200 Euro ermittelt. Die Antragstellung läuft im FSJ wie bisher über das Zentralstellenverfahren und im FÖJ über das Länderverfahren.

Zur Zeit finden intensive Schulungen auf allen Ebenen statt. Bitte halten Sie engen Kontakt mit Ihren Zentralstellen, die Sie über die Einzelheiten informieren werden.

Wichtig ist, dass die Jugendfreiwilligendienste, insbesondere das FSJ, auch künftig flexibel bleiben. Wenn ein Träger nach der Abgabe des Förderantrags oder auch nach Beginn des Freiwilligenjahres zusätzliche Plätze schaffen bzw. Verträge schließen und diese bei in der Summe gleichbleibender Bundesförderung auch finanzieren kann - z. B. durch Drittmittel oder einen höheren Einsatzstellenbeitrag - so ist dies sehr zu begrüßen.

Nach Vorlage der neuen Förderrichtlinien hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages erfreulicherweise einstimmig entschieden, die bisherige Sperre von 25% der für 2012 vorgesehenen Mittel für die Jugendfreiwilligendienste aufzuheben, so dass das Bewilligungsverfahren nun zügig eingeleitet werden kann.

3. ZUSCHUSS FÜR DIE PÄDAGOGISCHE BEGLEITUNG IM BFD

Da der Bundeszuschuss für die pädagogische Begleitung im BFD unmittelbar an die Regelung für das FSJ Inland gebunden ist (§ 17 Absatz 3 Satz 2 BFDG) ergeben sich aus der Neuregelung für das FSJ auch Konsequenzen für den BFD. An diesen arbeiten wir in intensiven Gesprächen mit den Zentralstellen, zumal es gerade zum Thema der Sachleistungen (oft als "Bildungsgutscheine" bezeichnet) erhebliche Problemanzeigen aus der Praxis gibt. Die Gespräche und Klärungsprozesse sind noch nicht abgeschlossen, Sie können aber davon ausgehen, dass es verlässlich möglich sein wird, die Seminare zur politischen Bildung, die an den Bildungszentren des Bundes stattfinden werden, mit gemischten Gruppen (FSJ/FÖJ und BFD) zu belegen, wenn das gewünscht ist, und dass es darüber hinaus insbesondere im verbandlichen Bereich zu deutlich größeren eigenen Gestaltungsmöglichkeiten mit Blick auf die verbleibenden 20 Seminartage kommen wird. Sie sollten allerdings auch davon ausgehen, dass eine Erhöhung des Auszahlbetrages über die jetzigen 100 Euro hinaus nicht zu realisieren sein wird und dass bei den Ü 27 jede Bezuschussung an den Nachweis tatsächlich durchgeführter Maßnahmen geknüpft werden wird. Für die Einsatzstellen, die sich der Zentralstelle BAFzA angeschlossen haben, soll es auch künftig die Möglichkeit geben, alle 25 Seminartage über ihre Zentralstelle organisiert zu erhalten. Die neue Förderrichtlinie lässt uns bis zum 31. Dezember 2012 Zeit, das neue Verfahren für den BFD umzusetzen. Ich gehe davon aus, dass wir diesen Zeitrahmen ausschöpfen werden. Ich werde Sie selbstverständlich eng informiert halten, über den Fortgang der Gespräche werden Sie aber sicher auch von Ihren Zentralstellen unterrichtet werden.

4. ALTERSTEILZEIT

Für versicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Altersteilzeit nach dem Altersteilzeitgesetz sowie für Beamtinnen und Beamte im Bundesdienst, die sich in Altersteilzeit befinden, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, einen Bundesfreiwilligendienst zu leisten. Vor Abschluss einer Vereinbarung über die Ableistung des Bundesfreiwilligendienstes ist die Zustimmung des Arbeitgebers bzw. des Dienstherrn einzuholen.

IMPRESSUM

Der Newsletter wird herausgegeben vom Leiter des Arbeitsstabes Freiwilligendienste im Bundesfamilienministerium

E-Mail: jens.kreuter[at]BMFSFJ.de 
Rochusstraße 8 - 10
53123 Bonn
Telefon: 0228-930-2723

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