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Newsletter Nr. 04 vom 11. Februar 2011 - Zukunft des Zivildienstes

BEGRÜSSUNG

 Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen und Nachfragen zum Newsletter. Vor allem aber möchte ich mich bei allen denjenigen bedanken, die sich bereits jetzt für den Ausbau der Freiwilligendienste in Deutschland engagieren. In diesen Wochen beginnen die Verabredungen für das Freiwilligenjahr 2011/2012. Dies wird bereits vollständig unter neuen Bedingungen stattfinden. Viele Einrichtungen und Verbände haben schon mit der aktiven Werbung um Freiwillige begonnen und melden ein großes Interesse bei jüngeren, aber auch bei älteren Menschen.

Auch mit diesem Newsletter möchte ich Sie beim Ausbau von FSJ und FÖJ und dem Aufbau des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) unterstützen und bin dankbar für jeden Hinweis zu zusätzlichem Informations- und Klärungsbedarf.

Wie immer stehen alle Informationen in diesem Newsletter unter dem Vorbehalt der Verabschiedung der entsprechenden Gesetze. Frühere Ausgaben des Newsletters können Sie unter www.zivildienst.de abrufen.

Mit freundlichen Grüßen
Jens Kreuter

 

1. ANERKENNUNGSKULTUR

Bundesfamilienministerin Schröder hat Ende Januar alle Bundesländer, die kommunalen Spitzenverbände, die Hochschulrektorenkonferenz, die Wirtschaftsverbände und viele andere Akteure zum Thema "Anerkennungskultur" an einen Tisch geholt. Bei der Veranstaltung wurde deutlich, dass die Stärkung der Anerkennungskultur für Freiwilligendienste Aufgabe aller Beteiligten ist.

Insbesondere die Punkte, die für jüngere Menschen wichtig sind, liegen nicht in der Zuständigkeit des Bundes, sondern ganz oft in den Händen einzelner Einrichtungen, z. B. der Hochschulen. Alle Beteiligten haben zugesagt, die Anerkennungskultur weiter zu stärken.

Angesichts der erfreulich großen Vielfalt von Einsatzmöglichkeiten in den Freiwilligendiensten und auch angesichts der erfreulich großen Vielfalt von Freiwilligen und deren Plänen hat sich gezeigt, dass für die individuelle Beratung und Werbung keine allgemeinen Aussagen erfolgversprechend sind ("wird auf ... angerechnet"), sondern ganz passgenaue, individuelle und auf die regionale Situation angepasste Angebote. Wer beispielsweise gar nicht studieren möchte, wird von längeren Ausführungen über Anrechenmöglichkeiten eines Freiwilligendienstes womöglich sogar abgeschreckt, wer sich auf einer Hallig engagieren möchte, ist nicht an Ermäßigungen im ÖPNV interessiert. Es wird daher für Sie darauf ankommen, genau herauszuhören, was für potentielle Freiwillige wichtig ist und auf welchem Wege dies erreicht werden kann.

Eine besondere Konstellation liegt dabei mit Blick auf soziale Berufe und die zu ihnen führenden Ausbildungen vor: In diesem Fall kann ein Anruf von Ihnen bei der (Fach-)Hochschule, mit der Sie vielleicht ohnehin zusammenarbeiten, viel mehr für die Anrechenbarkeit eines Freiwilligendienstes auf ein Studium oder eine Ausbildung bewirken als ein Appell von uns. Sollten Sie dabei auf irgendwelche Schwierigkeiten stoßen, aber auch, wenn Sie Vorschläge für das Handeln des Bundes haben, geben Sie uns bitte ein entsprechendes Signal.

 

2. PÄDAGOGISCHE BEGLEITUNG / SEMINARE

Auch im BFD wird es - wie schon bisher in FSJ und FÖJ - eine pädagogische Betreuung geben, die aus verschiedenen Elementen besteht, darunter 25 Seminartagen. Die Teilnahme an diesen 25 Seminartagen ist für alle Freiwilligen bis zum Alter von 27 Jahren Pflicht. Ältere Freiwillige nehmen an den Seminaren "in angemessenem Umfang" teil, wobei dies in der Regel von den unmittelbar Beteiligten vor Ort konkret umzusetzen ist.

Verpflichtender Teil der 25 Seminartage ist ein fünftägiges Seminar zur politischen Bildung, das in den bisherigen Zivildienstschulen, die regional in Deutschland verteilt sind, durchgeführt werden wird. Dieses Seminar zur politischen Bildung ist nur im BFD gesetzlich verpflichtend vorgeschrieben. Wir streben an, im Rahmen vertraglicher Regelungen mit den Zentralstellen dieses Seminar auch für FSJ und FÖJ vorzusehen, wo immer dies gewünscht, möglich und zielführend ist.

Der Rahmen der Durchführung der Seminare wird im BFD zwischen dem Bund als Vertragspartner der Freiwilligen und den Zentralstellen vereinbart werden, Einzelheiten dann zwischen Zentralstellen, Trägern und Einsatzstellen.

Weitere Elemente der pädagogischen Begleitung sind die fachliche Anleitung und tägliche Begleitung in der Einsatzstelle sowie - in vermutlich unterschiedlicher Gestaltung - die externe Begleitung z. B durch Träger einschließlich der Hilfe in Konfliktfällen. Für letztere stehen die Regionalbetreuerinnen und Regionalbetreuer des Bundesamtes auch künftig zur Verfügung.

 

3. KOPPELUNG

Da die Koppelung ein neues Element ist, werden die Einzelheiten Gegenstand auch der nächsten Newsletter sein.

Ziel der Koppelung ist es, zu garantieren, dass die bestehenden Jugendfreiwilligendienste FSJ und FÖJ durch den neuen BFD nicht verdrängt werden. Deshalb soll es nicht mehr Freiwillige im BFD als im FSJ/FÖJ geben. Diese Koppelung wird auf Bundesebene durch Zentralstellen (s.u.) gewährleistet. Wie diese intern die FSJ-Plätze und die förderfähigen BFD-Plätze verteilen, ist ihnen überlassen.

 

4. ZENTRALSTELLEN

Selbstverständlich befindet sich die beim bisherigen Bundesamt für den Zivildienst einzurichtende Zentralstelle bereits im Aufbau. Sie steht insbesondere solchen Einsatzstellen und Trägern zur Verfügung, die keinem der bisherigen bundeszentralen Träger und keinem der "neuen" Verbände, die eigene Zentralstellen aufbauen wollen, angehören. Sie erreichen sie unter:

  • Bundesamt für den Zivildienst, Sibille-Hartmann-Straße 2-8, 50969 Köln, Telefon: 0221 3673-0, E-Mail

Die bisherigen bundeszentralen FSJ-Träger haben mir die folgenden Kontaktdaten der dort im Aufbau befindlichen Zentralstellen (in alphabetischer Reihenfolge) mitgeteilt:

  • AWO: Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V., Blücherstr. 62/63, 10961 Berlin,
    Ariane Böttcher, Tel.: 030 26309-410 E-Mail und Veronika Schneider, Tel.: 030 26309-267, E-Mail

  • Bund der Deutschen Katholischen Jugend: BDKJ-Bundesstelle, Carl-Mosterts-Platz 1, 40477 Düsseldorf, Tel.: 0211 4693, E-Mail

  • Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V.: Dana Hieronimus, BKJ,
    Büro Freiwilliges Engagement, Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Tel.: 030 32529631, E-Mail

  • Deutsche Sportjugend: Dr. Jaana Eichhorn, Deutsche Sportjugend, Otto-Fleck-Schneise 12, 60528 Frankfurt am Main, Tel.: 069 6700-373, E-Mail

  • Deutscher Caritasverband e. V., Karlstraße 40, 79104 Freiburg, Tel.: 0761 200-0, E-Mail

  • Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e.V.: Juliane Meinhold und Peter Fialka, Oranienburger Straße 13-14, 10178 Berlin, Tel.: 030 24636324, E-Mail

  • Deutsches Rotes Kreuz Bundesverband: DRK-Generalsekretariat, Carstennstr. 58, 12205 Berlin, Corinna Göbel, Tel.: 030 85404-395, E-Mail und Dr. Volker Mosemann, Tel.: 030 85404-380, E-Mail

  • Evangelische Freiwilligendienste (Diakonie und Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend): Otto Brenner Str. 9, 30159 Hannover, Tel.: 0511 450008330, E-Mail
  • Internationaler Bund: Hartmut Brombach, Valentin-Senger-Str. 5, 60389 Frankfurt, Tel.: 069 94545-220, E-Mail

Darüber hinaus gibt es bereits einige weitere Verbände, die den Aufbau einer Zentralstelle angekündigt haben. Diese erreichen Sie wie folgt:

  • ASB: Doris Siebolds, Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V., Bundesverband, Referat Freiwilligendienste, Sülzburgstraße 140, 50937 Köln, Tel.: 0221 47605-374, E-Mail

  • DLRG: Katharina Westphal, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V., Bundesgeschäftsstelle, Im Niedernfeld 1-3, 31542 Bad Nenndorf, Tel.: 05723 955-480/481, E-Mail

  • Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.: Klaus-Werner Haase, Siegburger Str. 197, 50679 Köln, Tel.: 0221 99399320, E-Mail

  • Malteser Hilfsdienst e.V.: Sabine Ulonska, Kalker Hauptstraße 22-24, 51103 Köln; Tel.: 0221 98 22 547; E-Mail

  • NABU Bundesgeschäftsstelle, Stabsstelle Verbandsentwicklung/Ehrenamtsförderung, Ralf Schulte, Tel.: 030 284984-1131, E-Mail und Marc Süsser, Tel.: 030 284984-1132, E-Mail, http://www.freiwillige-im-naturschutz.de/

 

 

IMPRESSUM

Der Newsletter wird herausgegeben vom Bundesbeauftragten für den Zivildienst.

E-Mail
Internet: http://www.zivildienst.de
Rochusstraße 8 - 10
53123 Bonn
Telefon: 0228 930-2723
Fax: 0228 930 4905

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