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Freiwillige vor!

Lebenshilfe Memmingen wirbt 15 Freiwillige im Bundesfreiwilligendienst

Berlin, 10. Juni 2011. Die Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Kreisvereinigung Memmingen / Unterallgäu e.V. kümmert sich seit 44 Jahren darum, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderung in Schulen und Tagesstätten umfassend betreut werden. Sie bietet verschiedene Freizeitaktivitäten und schafft Entlastung für die Familien der Kinder und Jugendlichen. Zum Spätsommer 2011 wird sich in Memmingen einiges ändern: Der Bundesfreiwilligendienst, der ab dem 1. Juli 2011 startet, stößt auf großes Interesse. Bereits 15 junge Menschen haben sich angemeldet.

Mit dem Bundesfreiwilligendienst gibt es ganz neue Möglichkeiten, sich freiwillig für andere einzusetzen. Bundesweit können sich Männer und Frauen jeden Alters engagieren – im sozialen, ökologischen, sportlichen oder kulturellen Bereich.

Ein guter Grund, in Memmingen genauer nachzufragen: Im Interview erklärt
Geschäftsführerin Ursula Mader, wie wichtig es ist, aktiv um die Freiwilligen zu werben und warum der neue Bundesfreiwilligendienst für die Lebenshilfe Memmingen eine gute Sache ist. Mit Marcel Salzberger (19) und Carolin Reiche (18) geben zwei zukünftige Bundesfreiwillige der Lebenshilfe Einblicke in ihre Motivation, sich mit behinderten Menschen zu beschäftigen und erklären, was sie von ihrer Zeit im Bundesfreiwilligendienst erwarten.

Freiwillige vor: Lebenshilfe Memmingen schafft 15 Plätze im Bundesfreiwilligendienst

Ein Gespräch mit Ursula Mader, Geschäftsführerin der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Kreisvereinigung Memmingen / Unterallgäu e.V., Marcel Salzberger (19) und Carolin Reiche (18) aus Memmingen.

Frau Mader, die Lebenshilfe Memmingen betreut verschiedene Einrichtungen zur Förderung von behinderten Kindern und Jugendlichen. In vielen Arbeitsbereichen waren in den vergangenen 20 Jahren Zivildienstleistende tätig. Fällt es schwer, Abschied zu nehmen?
Ursula Mader: Im Grunde nicht. Es war schon eine ganze Zeit lang klar, dass die Wehrpflicht ausgesetzt wird und wir hatten als Einrichtung doch genug Zeit, uns Gedanken über den neuen Dienst zu machen. Außerdem hat der Bundesfreiwilligendienst für uns auch Vorteile: Durch die Dauer von bis zu 18 Monaten kann man besser planen und eventuell noch weitere Einsatzgebiete erschließen.

Von der Anzahl der Bewerber für den neuen Bundesfreiwilligendienst waren wir trotzdem angenehm überrascht. Man kann sagen, dass wir für das kommende Jahr sehr gut ausgestattet sind.

Wie haben Sie auf die Lebenshilfe Memmingen aufmerksam gemacht?
Wir haben auf jeden Fall von unserem guten Ruf profitiert. Allerdings kann man sich nicht zurücklehnen, sondern muss auch selbst aktiv werden. Neben der Mund-zu-Mund-Propaganda waren auch die Aushänge an Schulen und der direkte Kontakt zu Schülerinnen und Schülern wichtig. Wir haben ganz gezielt für den Bundesfreiwilligendienst geworben.

Im Bundesfreiwilligendienst können sich auch Menschen über 27 Jahren engagieren. Kann ein freiwilliger Dienst für „ältere“ Menschen funktionieren?
Auf jeden Fall. Wir haben jetzt schon viele „Spätberufene“, die als Quereinsteiger zu uns gekommen sind und eine Ausbildung bei uns machen oder als Pflegekraft arbeiten. Um Leute, die aus einem völligen anderen Bereich kommen, für neue Berufe zu interessieren, ist der Bundesfreiwilligendienst also genau das Richtige.

Herr Salzberger, Frau Reiche, Sie sind gerade mit dem Gymnasium und der Fachoberschule fertig. Am 1. September fangen Sie in der Notkerschule der Lebenshilfe Memmingen, einer Bildungseinrichtung für behinderte Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 20 Jahren, an. Wie sind Sie dazu gekommen?
Marcel Salzberger: Eigentlich wollte ich erst ein Jahr im Ausland verbringen. Das war leider zu teuer. Eine Freundin aus der Schule hat mir dann von der Lebenshilfe erzählt und ich habe mich hier vor Ort nach Bundesfreiwilligendienstplätzen umgehört. Und ich muss sagen, es muss nicht unbedingt das Ausland sein. Es gibt auch vor der eigenen Haustür gute Angebote.

Carolin Reiche: Ich habe während meiner Zeit an der Fachoberschule bereits verschiedene Praktika in sozialen Einrichtungen absolviert und möchte später auch in diesem Bereich arbeiten. Allerdings weiß ich noch nicht genau, was ich machen will. Es gibt ja viele verschiedene Berufsfelder zu entdecken, die man erstmal kennenlernen muss, vom Ergotherapeuten bis zum Pädagogen. Als ich auf die Lebenshilfe Memmingen mit ihren verschiedenen Einrichtungen aufmerksam geworden bin, habe ich gleich gemerkt, dass ich meine Berufsvorstellungen hier konkretisieren kann.

Was erhoffen Sie sich persönlich vom Bundesfreiwilligendienst in der Lebenshilfe?
Marcel Salzberger: Die Arbeit mit behinderten Menschen ist sicher eine Herausforderung. Ich bin sicher, dass ich bei meiner Arbeit viel über den gegenseitigen Umgang mit Menschen lernen kann. Außerdem betreuen wir in der Notkerschule größtenteils Kinder. Da ich später selber Kinder haben möchte, ist dies sicher auch sehr spannend.

Ursula Mader: Unsere Freiwilligen können sich auch immer mit dem Fachpersonal austauschen. Sei es bei der Unterstützung der Pädagogen in den einzelnen Klassen oder auf Ausflügen, es ist stets ein Ansprechpartner da. Durch diesen Dialog baut man auch gewisse Schranken und Hemmungen ab.

Marcel Salzberger (19) stammt aus Memmingen und wird sich nach dem Abitur ab dem 1. September in der Notkerschule der Lebenshilfe Memmingen im Bundesfreiwilligendienst engagieren.

Carolin Reiche (18), aus Memmingerberg, absolviert nach ihrem Fachoberschulabschluss ebenfalls
den Bundesfreiwilligendienst an der Notkerschule der Lebenshilfe Memmingen.

Weitere Informationen
Bundesfreiwilligendienst: www.bundesfreiwilligendienst.de
Lebenshilfe Memmingen: www.lebenshilfe-memmingen.de

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Kampagnenbüro Bundesfreiwilligendienst
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Tel: 030  288837821 | E-Mail: presse[at]bundesfreiwilligendienst.de